Younghi Pagh-Paan – Moira
15. November 2015 | 16 Uhr | Sprengelmuseum
Werke von Younghi Pagh-Paan, Andreas Papparousos (UA) und Claudio Monteverdi
Interpretiert von Katharina Rikus (Mezzosopran) und Margit Kern (Akkordeon)
Vortrag: Dr. Nicolas Schalz, Musikwissenschaftler
Younghi Pagh-Paan ist eine der bedeutendsten Komponistinnen der Gegenwart. Sie steht für die Verknüpfung der traditionellen Musik ihrer Heimat Südkorea mit den Kompositionstechniken der westlichen Avantgarde. Ihre Werke werden auf internationalen Festivals gespielt, und zahlreiche Preise und Auszeichnungen ehren sie und ihre Arbeit: 2013 etwa erhielt sie den Paiknam Prize für ihr Lebenswerk, und 2009 wurde sie in die Akademie der Künste Berlin aufgenommen.
In diesem Konzert lernen wir Pagh-Paan aus verschiedenen Perspektiven kennen:
Ihr Werk Moira aus dem Jahr 2003 zeigt sie als Komponistin, in der Uraufführung eines neuen Werkes ihres ehemaligen Schülers Andreas Papparousos rückt Pagh-Paans Bedeutung als Lehrerin in den Vordergrund. Und mit ihrer Anwesenheit bei der Zeitlupe steht auch einer persönlichen Begegnung mit dieser großen Künstlern nichts mehr im Wege.
Moira ist das zentrale Werk dieser Zeitlupe, und es wurde für Katharina Rikus und Margit Kern geschrieben, die es auch an diesem Nachmittag interpretieren werden.
Dr.Nicolas Schalz ist ein ausgewiesener Kenner der Musik von Younghi Pagh-Paan – sie spannt in ihrem Werk eine ganze Welt auf, und diese Welt wird Schalz in seinem Vortrag lebendig werden lassen.
Sprengelmuseum | Kurt-Schwitters-Platz | 30169 Hannover
Eintritt: 10 € / 5 € (ermäßigt) / 3 € (Hannover AktivPass)
![]()
![]()
![]()
Kategorie: zeitlupen
Zeitlupe 2015 | Neue Musik und Text
Katharina Rosenberger:
„Gesang an das noch namenlose Land“
7. Juni 2015, 16 Uhr, Christuskirche Hannover
Zeitlupe ist ein besonderes Konzertformat, das sich die Vermittlung Neuer Musik zum Ziel gesetzt hat. Bei jeder Zeitlupe steht ein Komponist im Mittelpunkt und wird zu dem Werk eines anderen Künstlers in Beziehung gesetzt. In diesem Fall handelt es sich um die in Los Angeles lebende Komponistin Katharina Rosenberger und den in New York lebenden Künstler Abdolreza Aminlari. Dieser Dialog wird von einem Vortrag von Margit Kern und einem Künstlergespräch in Anwesenheit der Komponistin begleitet. Zur Vertiefung des Hörerlebnisses wird das im Mittelpunkt stehende Werk zum Abschluss nochmals zur Aufführung gebracht.
Vorgestellt und von Mitgliedern des renommierten Helian Quartett interpretiert wird die 2013 entstandene Komposition „Gesang an das namenlose Land“, die Rosenberger in Zusammenarbeit mit Aminari entwickelt hat. Beide Werke sind beeinflusst von dem 1503 veröffentlichten „Mundus Novus“, einem Brief, in dem Amerigo Vespucci dem Lorenzo de Medici die unbekannten Küsten der Neuen Welt beschrieb und diese mit ersten Kartenzeichnungen verband. Dieser Brief, ihr musikalisches Werk und das Triptichon der Wandteppiche Aminlaris interpretieren die Wichtigkeit von Vespuccis Reisen und Entdeckungen der ihm fremden Kulturen.
* * *
Katharina Rosenberger (* in Zürich, lebt in Los Angeles) studierte Komposition an der Columbia University in New York. Viele Werke Rosenbergers sind in einem interdisziplinären Kontext zu sehen. Ihre Kompositionen, Installationen und interdisziplinären Opern wurden auf Festivals in Amerika, Europa und Asien aufgeführt. Ihre Portrait-CD Texturen erschienen bei HatHut records wurde vom Preis der deutschen Schallplattenkritik und mit dem Copland Recording Grant ausgezeichnet. Sie ist Professorin für Komposition im Department of music der University of California, San Diego.
Abdolreza Aminari (* in Teheran, lebt in Brooklyn, New York) studierte am College for Creative Studies in Detroit, Michigan. Seine Arbeiten wurden im Derfner Judaica Museum, New York ebenso wie Im KVKM Kunstverein, Köln gezeigt. Für sein Werk ist das Arbeiten mit Faden, Webetechniken und Stoffen von zentraler Bedeutung.
Jutta Rübenacker (Violine), Peter Meier (Viola) und Carsten Jaspert (Cello) sind Mitglieder des Helian Quartett, das 2005 von Mitgliedern der NDR Radiophilharmonie, des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover und der Hochschule für Musik und Theater in Hannover gegründet wurde. Namengebend ist eine Gestalt aus dem lyrischen Werk Georg Trakls.
Eintritt
Normal: 9€
Ermäßigt: 5€
Location
Christuskirche Hannover
Conrad-Wilhelm-Hase-Platz 1 30167 Hannover