Autor: admin

Nachruf |  Matthias Kaul

Wir trauern um Matthias Kaul, der am 1. Juli verstarb.
Als Schlagzeuger, Komponist und Kurator war er über Jahrzehnte eine der prägenden Gestalten der Neuen Musik in unserer Region. Zusammen mit Astrid Schmeling leitete er das Ensemble l’art pour l’art und die Kinderkompositionsklasse in Winsen. Auch mit der HGNM gab es verschiedene gemeinsame Projekte. In den letzten Jahren leitete Matthias Kaul das Musik21 Festival.
Wir verlieren mit ihm einen hervorragenden Musiker, einen ideenreichen Komponisten und einen unkonventionellen Kollegen.

Zeitlupe | Birke Bertelsmeier

Zeitlupe | Birke Bertelsmeier

So., 12. Januar 2020 | 18.30 Uhr
Sprengel Museum Hannover

Birke Bertelsmeier – Neues Werk (UA)
Werke von Birke Bertelsmeier, Franz Schubert, Toshio Hosokawa und Wolfgang Rihm

Interpretiert von Margit Kern (Hannover) und Axel Porath (Köln)
Moderation: Frank Kämpfer (Deutschlandfunk)
Die Komponistin Birke Bertelsmeier studierte Klavier bei Pavel Gillov und anschließend Komposition bei Wolfgang Rihm. Sie ist eine vielgefragte und erfolgreiche Komponistin der jungen Generation mit zahlreichen Aufführungen bei internationalen Konzerten und Festivals. Im Jahr 2015 wurde Birke Bertelsmeier mit dem Förderpreis für Komposition der Ernst von Siemens Stiftung ausgezeichnet.
Für das Duo Axel Porath, Bratsche und Margit Kern, Akkordeon, wird sie ein neues Werk komponieren. Viele musikalische Szenen werden dabei miteinander verzahnt und zu einem Ganzen verwoben. Axel Porath und Margit Kern widmen sich in ihrer Zusammenarbeit der Interpretation von Literatur dieser jungen Besetzung. Wir freuen uns, dass Frank Kämpfer, Redakteur für Neue Musik im Deutschlandfunk Köln, mit Birke Bertelsmeier im Gespräch sein wird.
Zeitlupe_Flyer (PDF)


Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Eintritt: 10 € / erm. 5 €  / 3 € mit Hannover Aktivpass
 

Zeitlupe | Johannes Schöllhorn

Zeitlupe | Johannes Schöllhorn

So., 8. Dezember 2019 | 18.30 Uhr
Sprengel Museum Hannover

Johannes Schöllhorn – plus blanche
Werke von Johannes Schöllhorn, Morten Feldman und Gabriel Fauré

Interpretiert vom Flex Ensemble (Hannover)
Moderation: Prof. Jan Philip Schulz (HMTM-Hannover)
Die HGNM freut sich, Johannes Schöllhorn, den ehemaligen Kompositionsprofessor der HMTM-Hannover, im Rahmen der Konzertreihe Zeitlupe zu präsentieren. Im Mittelpunkt steht sein für das Flex-Ensemble komponiertes Werk „plus blanche“.
Schöllhorns einzigartiger Chanson basiert auf einem Werk des franko-flämischen Komponisten Claude Le Jeune (1528 – 1600). Die Harmonien von Le Jeune sind durch Schöllhorns stille Sprache ausgedehnt und verfremdet, so dass man sich in eine vollständig neue Klangwelt versetzt fühlt. Das Ergebnis ist ein Chanson wie kein anderer.
Neben plus blanche sind Morton Feldmans Music for Four Instruments– ein enger Verwandter von Schöllhorns Klangwelt – und FaurésKlavierquartett No. 1 in c-Moll Op. 15 – ein frühes Meisterwerk eines Lieblingskomponisten Schöllhorns – zu hören. Die Moderation übernimmt Schöllhorns früherer Kollege und guter Freund Jan Philip Schulze, Professor für Liedgestaltung an der HMTM-Hannover.
Zeitlupe-Flyer (PDF)


Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Eintritt: 10 € / erm. 5 €  / 3 € mit Hannover Aktivpass
 

ENCOUNTER – BEGEGNUNG

In dieser Veranstaltungsreihe stehen westliche Musikstrukturen und Kompositionskonzepte zur Diskussion. Im Zusammentreffen unterschiedlicher Kulturen entsteht ein Dialog, der die globale Vielfalt musikalischer Traditionen aufzeigt.
Unter dem Titel ENCOUNTER – BEGEGNUNG werden neue Kompositionen von Gordon Williamson (Kanada) und Ashley Hribar (Australia) vorgestellt, die sich auf traditionelle Musik ihrer jeweiligen Herkunftsländer beziehen – auf den Kehlkopfgesang der Inuit und das Didgeridoo.
Alle Veranstaltungen werden in Kooperation mit dem Center for World Music und dem Sprengel Museum Hannover durchgeführt.

Vorschau/Einführung: encounters

2. November 2019 | 14 Uhr
Center for World Music Timotheus Platz / Schillstraße, Hildesheim
Eintritt frei
Einblick in den Entstehungsprozess des Stückes encounter von Gordon Williamson für zwei Kehlkopfsängerinnen (Inuit), Akkordeon und die Neuen Vocalsolisten. Auszüge des Stückes werden beispielhaft durch die MusikerInnen vorgestellt.
Moderation: Prof. Dr. Raimund Vogels (Center for World Music)
 

Konzert: Traditionelle Musik der Inuit (Kanada) und der Ureinwohner Australiens

2. November 2019 | 19 Uhr
Sprengel Museum Hannover,
Kurt-Schwitters-Platz, Hannover
Eintritt: 20 EUR / 10 EUR erm. (Sammelkarte für 2. und  3. November 30EUR / 20 EUR erm.)
Konzert der Kehlkopfsängerinnen Lisa-Louise und Winnie Ittukallak (Puvirnituq, Kanada) und des Didgeridoo-Spielers William Barton (Brisbane, Australien)
Moderation: Prof. Dr. Raimund Vogels (Center for World Music)
 

Konzert: ENCOUNTER – BEGEGNUNG

3. November 2019 | 19 Uhr
Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz, Hannover
Eintritt: 20 EUR / 10 EUR erm. (Sammelkarte für 2. und  3. November 30EUR / 20 EUR erm.)
Uraufführungen eines neuen Werkes von Gordon Williamson und des gemeinsam komponierten Werkes von Ashley Hribar und William Barton für Didgeridoo, Klavier und Elektronik.
Es spielen William Barton, Lisa-Louise and Winnie Ittukallak, Ashley Hribar (Klavier), Margit Kern, (Akkordeon) und die Neuen Vocalsolisten Stuttgart.
 
ENCOUNTER-Flyer (PDF)
 

Zeitlupe | Jamilia Jazylbekova

Zeitlupe | Jamilia Jazylbekova

So., 29. September 2019 | 18.30 Uhr
Sprengel Museum Hannover

Jamilia Jazylbekova Aikyon (2005)
Akira Nishimura Threnody (1998)
Helmut Lachenmann Pression (1970)
Kaija Saariaho Sept Papillion (2000)

Interpretiert von Dirk Wietheger, Cello
Im Gespräch mit Jamilia Jazylbekova: Egbert Hiller, Autor und Musikjournalist
Die Zeitlupe im September widmet sich der Komponistin Jamilia Jazylbekova und ihrem Werk Aikyon für Cello und Zuspielung.
Das Stück erklingt in der Zeitlupe im September zwei Mal. Zwischendurch spricht Egbert Hiller mit der Komponistin über ihre Arbeitsweise und insbesondere über das Stück. Diese Einführung soll dem anwesenden Publikum die Ohren öffnen, wenn das Stück zum zweiten Mal gespielt wird.
Ergänzend sind weitere Kompositionen für Cello solo zu hören, die Aikyon dadurch kommentieren und in einen Kontext setzen.
Hiller arbeitet seit 1996 als freier Autor für Rundfunkanstalten, Konzerthäuser und Festivals mit den Schwerpunkten „Romantik“, frühe „Moderne“, zeitgenössische Musik und Musiktheater.
Jamilia Jazylbekova wurde in Kaskelen/ Kasachstan geboren und studierte Komposition und Musiktheorie am Moskauer P.-I.-Tschaikowski-Konservatorium bei Nikolai Sidelnikov und Vladimir Tarnopolski. Anschließend setzte sie ihr Studium an der Hochschule für Künste Bremen bei Younghi Pagh-Paan fort, außerdem studierte sie Analyse und elektronische Komposition bei Günter Steinke und Gesang bei Maria Kowollik.
Die Komponistin erhielt zahlreiche Stipendien, Auszeichnungen und Kompositionsaufträge, die sie unter anderem nach Italien in die Villa Massimo, nach Spanien und in die Villa Aurora nach Los Angeles führten. Ihre Werke wurden auf zahlreichen internationalen Festivals aufgeführt, Kompositionsaufträge erfolgten durch das MaerzMusik Festival, Deutschlandfunk, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Casa da Música Porto u.a..
Der Stücktitel des zentralen Werks Aikyon ist eine Wortschöpfung aus dem Kasachischem: ai – der Mond, kyn – die Sonne. Zuspielband und Cello treten als Gegensätze auf, die einander ergänzen und eine Einheit bilden. Gleichzeitig ist es auch ein Liebesbekenntnis, das ausdrücken soll: Du bist für mich ein Universum, der Mond und die Sonne, Ganzheit, Licht und Dunkelheit. Das Werk wurde 2005 im Auftrag der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen geschrieben.
Der Cellist Dirk Wietheger, 1972 geboren, wird die unterschiedlichen Werke am 29. September interpretieren. Er studierte an der Hochschule für Musik Detmold bei Gotthard Popp und Karine Georgian, danach an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei Klaus Heitz. Anschließend besuchte er die Meisterklasse von Xenia Jankovic an der Hochschule für Musik Würzburg. Er ist Cellist des Ensemble Musikfabrik und damit ein gefragter Spezialist zur Interpretation Moderner Musik.


Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Eintritt: 10 € / erm. 5 €  / 3 € mit Hannover Aktivpass


Jamilia Jazylbekova (Foto © Jana Madzigon)