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ENCOUNTER – BEGEGNUNG

In dieser Veranstaltungsreihe stehen westliche Musikstrukturen und Kompositionskonzepte zur Diskussion. Im Zusammentreffen unterschiedlicher Kulturen entsteht ein Dialog, der die globale Vielfalt musikalischer Traditionen aufzeigt.
Unter dem Titel ENCOUNTER – BEGEGNUNG werden neue Kompositionen von Gordon Williamson (Kanada) und Ashley Hribar (Australia) vorgestellt, die sich auf traditionelle Musik ihrer jeweiligen Herkunftsländer beziehen – auf den Kehlkopfgesang der Inuit und das Didgeridoo.
Alle Veranstaltungen werden in Kooperation mit dem Center for World Music und dem Sprengel Museum Hannover durchgeführt.

Vorschau/Einführung: encounters

2. November 2019 | 14 Uhr
Center for World Music Timotheus Platz / Schillstraße, Hildesheim
Eintritt frei
Einblick in den Entstehungsprozess des Stückes encounter von Gordon Williamson für zwei Kehlkopfsängerinnen (Inuit), Akkordeon und die Neuen Vocalsolisten. Auszüge des Stückes werden beispielhaft durch die MusikerInnen vorgestellt.
Moderation: Prof. Dr. Raimund Vogels (Center for World Music)
 

Konzert: Traditionelle Musik der Inuit (Kanada) und der Ureinwohner Australiens

2. November 2019 | 19 Uhr
Sprengel Museum Hannover,
Kurt-Schwitters-Platz, Hannover
Eintritt: 20 EUR / 10 EUR erm. (Sammelkarte für 2. und  3. November 30EUR / 20 EUR erm.)
Konzert der Kehlkopfsängerinnen Lisa-Louise und Winnie Ittukallak (Puvirnituq, Kanada) und des Didgeridoo-Spielers William Barton (Brisbane, Australien)
Moderation: Prof. Dr. Raimund Vogels (Center for World Music)
 

Konzert: ENCOUNTER – BEGEGNUNG

3. November 2019 | 19 Uhr
Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz, Hannover
Eintritt: 20 EUR / 10 EUR erm. (Sammelkarte für 2. und  3. November 30EUR / 20 EUR erm.)
Uraufführungen eines neuen Werkes von Gordon Williamson und des gemeinsam komponierten Werkes von Ashley Hribar und William Barton für Didgeridoo, Klavier und Elektronik.
Es spielen William Barton, Lisa-Louise and Winnie Ittukallak, Ashley Hribar (Klavier), Margit Kern, (Akkordeon) und die Neuen Vocalsolisten Stuttgart.
 
ENCOUNTER-Flyer (PDF)
 

Zeitlupe | Jamilia Jazylbekova

Zeitlupe | Jamilia Jazylbekova

So., 29. September 2019 | 18.30 Uhr
Sprengel Museum Hannover

Jamilia Jazylbekova Aikyon (2005)
Akira Nishimura Threnody (1998)
Helmut Lachenmann Pression (1970)
Kaija Saariaho Sept Papillion (2000)

Interpretiert von Dirk Wietheger, Cello
Im Gespräch mit Jamilia Jazylbekova: Egbert Hiller, Autor und Musikjournalist
Die Zeitlupe im September widmet sich der Komponistin Jamilia Jazylbekova und ihrem Werk Aikyon für Cello und Zuspielung.
Das Stück erklingt in der Zeitlupe im September zwei Mal. Zwischendurch spricht Egbert Hiller mit der Komponistin über ihre Arbeitsweise und insbesondere über das Stück. Diese Einführung soll dem anwesenden Publikum die Ohren öffnen, wenn das Stück zum zweiten Mal gespielt wird.
Ergänzend sind weitere Kompositionen für Cello solo zu hören, die Aikyon dadurch kommentieren und in einen Kontext setzen.
Hiller arbeitet seit 1996 als freier Autor für Rundfunkanstalten, Konzerthäuser und Festivals mit den Schwerpunkten „Romantik“, frühe „Moderne“, zeitgenössische Musik und Musiktheater.
Jamilia Jazylbekova wurde in Kaskelen/ Kasachstan geboren und studierte Komposition und Musiktheorie am Moskauer P.-I.-Tschaikowski-Konservatorium bei Nikolai Sidelnikov und Vladimir Tarnopolski. Anschließend setzte sie ihr Studium an der Hochschule für Künste Bremen bei Younghi Pagh-Paan fort, außerdem studierte sie Analyse und elektronische Komposition bei Günter Steinke und Gesang bei Maria Kowollik.
Die Komponistin erhielt zahlreiche Stipendien, Auszeichnungen und Kompositionsaufträge, die sie unter anderem nach Italien in die Villa Massimo, nach Spanien und in die Villa Aurora nach Los Angeles führten. Ihre Werke wurden auf zahlreichen internationalen Festivals aufgeführt, Kompositionsaufträge erfolgten durch das MaerzMusik Festival, Deutschlandfunk, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Casa da Música Porto u.a..
Der Stücktitel des zentralen Werks Aikyon ist eine Wortschöpfung aus dem Kasachischem: ai – der Mond, kyn – die Sonne. Zuspielband und Cello treten als Gegensätze auf, die einander ergänzen und eine Einheit bilden. Gleichzeitig ist es auch ein Liebesbekenntnis, das ausdrücken soll: Du bist für mich ein Universum, der Mond und die Sonne, Ganzheit, Licht und Dunkelheit. Das Werk wurde 2005 im Auftrag der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen geschrieben.
Der Cellist Dirk Wietheger, 1972 geboren, wird die unterschiedlichen Werke am 29. September interpretieren. Er studierte an der Hochschule für Musik Detmold bei Gotthard Popp und Karine Georgian, danach an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei Klaus Heitz. Anschließend besuchte er die Meisterklasse von Xenia Jankovic an der Hochschule für Musik Würzburg. Er ist Cellist des Ensemble Musikfabrik und damit ein gefragter Spezialist zur Interpretation Moderner Musik.


Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Eintritt: 10 € / erm. 5 €  / 3 € mit Hannover Aktivpass


Jamilia Jazylbekova (Foto © Jana Madzigon)

Zeitlupe | Oliver Schneller

Zeitlupe | Oliver Schneller

So., 2. Juni 2019 | 18.30 Uhr
Sprengel Museum Hannover

Aka Tribe Women Women 
gathering Mushrooms (1995)
Oliver Schneller
 Soleil (2000)
, Australian Magpie (2018), 
Common Potoo (2018)
, Tui (2018)
Tristan Murail 
Le fou à pattes bleues (1990)
Iannis Xenakis
 Orient-Occident

Interpretiert von Daniel Agi (Flöte) und Claudia Chan (Klavier)

Klangregie Oliver Schneller

Im Gespräch mit Oliver Schneller: Gordon Williamson
Ermöglicht wird diese Zeitlupe durch die großzügige Förderung von
Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
NDR Musikförderung
Musikfonds
HannoverStiftung
Kulturbüro Hannover
Zeitlupe-Flyer (PDF)


Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Eintritt: 10 € / erm. 5 €  / 3 € mit Hannover Aktivpass

Oliver Schneller (© Manu Theobald, Ernst von Siemens Musikstiftung 2010)

 

Nachruf | Prof. Peter Becker

Nachruf |  Prof. Peter Becker

HGNM Nachruf, Mitgliederversammlung am 23.9.2018

Prof. Peter Becker
geb. 15.Mai 1934 in Glatz/Schlesien – gest. 5. Juni 2018 in Hannover
Annäherung, Metamorphose, Verhältnisbestimmung, Vergleich als Methode, Vermittlung – das Interesse am Denken, am Entwickeln und Verstehen von Zusammenhängen prägte Peter Beckers Leben und Arbeiten. Dabei ging es nicht um die schnelle Lösungs- oder Begriffsfindung, die oft schon bald ihr Verfallsdatum offenbart, sondern um das gedankliche Einkreisen, die Annäherung, wie es die essayistische Schreibweise verkörpert, die ihm so eigen war, die es aber auch anderen nicht gerade leicht machte, die Essenz der Gedankenführung sofort zu entdecken. Das ergab sich erst in der Nachwirkung, weil seine Gedankenkette beim Hörer oder Leser ein Nach-Denken zurücklie., in dem der Sinn in einer Mischung aus Erfühlen, Empfinden und Verbinden plötzlich als Verstehen aufleuchtete.
Musik, künstlerisch und theoretisch, Germanistik, Philosophie und Pädagogik waren die Bezugsfelder seines weit aus- und aufgreifenden Denkens, das ihn charakterisierte. „Wir müssen in der Musikpädagogik alles mehr im Zusammenhang sehen und zusammendenken, das ist unserer Aufgabe!“ sagte er mal auf einem Spaziergang in der Eilenriede. Die Sensibilität der Suche ist der erste Schritt zur Lösung – und Peter Becker war ein Suchender, der unter den zeitgenössischen Komponisten Gleichgesinnte fand. Ihnen, dem Ausdruck und der Botschaft ihrer Werke, fühlte er sich eng verbunden, ihnen galt seine geisteswissenschaftliche Zuneigung und ihnen widmete er wie kaum ein anderer Musikpädagoge seiner Zeit als Autor und Hochschullehrer einen großen Teil seiner Arbeitskraft.
Peter Becker hatte die Kriegswirren, die Nöte der Vertreibung und dann die geistige Sinnsuche und die materiellen Überlebenskämpfe der Nachkriegszeit hautnah miterlebt. Aus diesen Erfahrungen, verbunden mit einer angeborenen künstlerisch-ästhetischen Sensibilität, entstanden in ihm schon früh Vision, Hoffnung und Glaube an die Aufgabe der Musik als Kunst, die Zeitläufe widerzuspiegeln, Sein und Sinn des Menschen in der Welt zu reflektieren und Anwalt und Ausdruck des Leidens des Individuums zu sein im Systemzwang verschiedener Gesellschaftsformen.
Seine beeindruckend umfangreiche Bibliothek, seine vielen Publikationen, Rundfunkbeiträge und Werkeinführungen in Programmheften spiegelten diese Suche wider, und auch die Themen seiner Lehrveranstaltungen kündeten von dieser selbst gesetzten Aufgabe und Mission: Vielen Studierenden wurde erst in seinen Seminaren bewusst, dass es  nicht nur an ihrer zukünftigen Lehrertätigkeit liegt, dass Schülerinnen und Schüler ein Kulturverständnis entwickeln, sondern dass sie selbst als Lehrerinnen und Lehrer für unsere Gesellschaft nur wirken bzw. wirksam sein können, wenn sie selbst in sich diesen künstlerisch-ästhetischen Reflexions- und Reifungsprozess ausgetragen haben.
1954-1960 studierte Peter Becker in Köln an der Musikhochschule und an der Universität die Fächer Schulmusik, Germanistik, Philosophie und Pädagogik – vielleicht prägte diese rheinische Großstadt auch seinen Witz und Humor, der sich nicht nur in seinen geistreichen Reden und seiner entspannten Lebenshaltung niederschlug („Es hätte schlimmer kommen können!“), sondern auch in seinen frühen Chorkompositionen. Der Komponist Hermann Schroeder (1904-1984) war einer seiner Lehrer, offenbar wohl der prägendste; die Querflöte war Peter Beckers Instrument.
Eine umfangreiche künstlerischen Tätigkeit schloss sich nach dem Studium an: Komponist von Chormusik, Cembalo- und Klavierpartner des Cellisten Othello Liesmann, Organist an der Schlosskirche Bad Iburg und Chorleiter des Männergesangvereins Bad Iburg, Wiederentdeckung und Aufführung des Oratoriums „Der Tod Jesu“ von Johann Friedrich Christoph Bach 1964 in Bückeburg – und ganz nebenbei, über Jahrzehnte, spielte er die Orgel sonntags in der St. Elisabeth-Kirche in Hannover, wo sich am 16. Juni 2018 eine so große Gemeinde aus Angehörigen, Freunden, ehemaligen Studierenden, Mitgliedern der Musikhochschule und Persönlichkeiten des Musiklebens in Deutschland zum Abschied an seinem Sarg einfand, dass das Fassungsvermögen der St. Elisabeth-Kirche nicht ausreichte.
Nach der Referendarzeit in Göttingen folgte 1962-1970 seine Tätigkeit als Musik- und Deutschlehrer an der Niedersächsischen Heimschule in Bad Iburg a. T.W, deren Schülerschaft aus vielen Flüchtlingskindern bestand. 1970 holte ihn die Hochschule für Musik und Theater als Oberstudienrat in den Hochschuldienst für den Studiengang Lehramt an Gymnasien und ernannte ihn 1975 zum o. Professor für Musikpädagogik und Leiter des Studiengangs (bis 1993). Als Vizepräsident 1990 und Präsident 1993-1997 lag ihm viel daran, der Neuen Musik einen größeren Stellenwert im Hochschulleben einzuräumen, denn – so seine Auffassung – eine Musikhochschule habe der Ort für das freie Experimentierfeld junger Komponistinnen und Komponisten zu sein und habe die Aufgabe, das Verständnis Neuer Musik über die Hochschule hinaus zu vermitteln; sie stehe auch in der Pflicht, Anlässe zur dialogischen Begegnung zwischen Publikum und Kompositionen Neuer Musik zu schaffen – die Hannoversche Gesellschaft für Neue Musik war dabei eingebunden.
Die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) wählte am 7. Juni 2018 im Kulturteil für ihren Nachruf auf Peter Becker die Überschrift „Der Impulsgeber“. Neben einem Staunen erregenden Werk an Schriften zur Ästhetik der Neuen Musik, zur Musikvermittlung, zur Musikdidaktik und Musikpädagogik, das noch weiterer Dokumentation und wissenschaftlicher Aufarbeitung bedarf, steht heute fast unbeachtet eben diese von der HAZ genannte „Impulsgeber“-Funktion. Dazu gehören neben seiner Tätigkeit an der Musikhochschule prägende Impulse seit 1980 zur Musiklehrerausbildung („Hannoversches Modell“), der Vorsitz der AG der Leiter der Schulmusikabteilungen 1990-1993, zahlreiche Vorträge auf musikpädagogischen Kongressen und Lehrerfortbildungen und seine Stimme mit Wort und Schrift im polnisch-deutschen Kulturdialog, um auch hier wieder – nach den leidvollen Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg – dem Wiederaufleben der Humanität zwischen Nachbarn Ausdruck zu verleihen. Und Nachdenklichkeit sollte herausgehoben werden: Das ist auch der Sinn des von ihm und seiner Familie gestiftete Wissenschaftspreises, der herausragendes Masterarbeiten wissenschaftlich engagierter Studierender nicht nur auszeichnet, sondern auch ein feiner Fingerzeig ist, dass Musik als Kunst und Musikwissenschaften aufeinander bezogen sind – ein Profil, das die HMTMH ab 1970 als erste in der Musikhochschullandschaft entwickelte und damit für andere zum Vorbild wurde.
Im Heft zum Requiem für Peter Becker standen die Worte „Finis. Non Finis …“. „Ein Ende. Kein Ende!“ Die Bedeutung erschließt sich uns, wenn wir das Wirken Peter Beckers sehen, das in seinem großen Schülerkreis weiterlebt – ästhetisch, musikpädagogisch, kompositorisch, dramaturgisch – im Klassenzimmer, auf und hinter der Bühne, auf dem Podium und in den vielen Schriften. Ich hatte das Glück, ihn seit 1979 in seiner Arbeit begleiten und von ihm lernen zu dürfen.
Karl-Jürgen Kemmelmeyer

Zeitlupe | Snezana Nesic

Zeitlupe | Snezana Nesic

So., 16. Dezember 2018 | 18.30 Uhr
Sprengel Museum Hannover

Snezana Nesic Meltdown* für Flöte, Cello, Schlagzeug und Countertenor
Helmut Lachenmann TemA (1968)
Jessie Marino Endless Shrimp

Moderation:  Klaus Angermann, Dramaturg (Staatoper Hannover)
hand werk (Köln) und Daniel Gloger (Köln)

* Snezana Nesics Stück ist ein Kompositionsauftrag der HGNM, finanziert von der Ernst von Siemens Musikstiftung


Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Eintritt: 10 € / erm. 5 €  / 3 € mit Hannover Aktivpass

hand werk 

Zeitlupe | Jérôme Combier

Zeitlupe |  Jérôme Combier

So., 28. Oktober 2018 | 18.30 Uhr
Kunstverein Hannover

Jérôme Comber Hoshizora* für Sopran, Klarinette, Sho und mikrotonales Akkordeon
Igor Stravinsky Trois poésies de la lyrique japonaise Fassung für Stimme, Klarinette, Sho und Akkordion (1913)
Pascal Dusapin To god für Stimme und Klarinette (1985)
Toshio Hosokawa Cloudscapes Moonlight für Sho und Akkordion (1998)

Moderation: Björn Gottstein, SWR Donaueschinger Musiktage (Stuttgart)
Ensemble Cairn (Paris)

 * Jérôme Combiers Stück ist ein Kompositionsauftrag der HGNM, finanziert von der Ernst von Siemens Musikstiftung

Zeitlupe-Flyer (PDF) 


Kunstverein Hannover
Sophienstraße 2
30159 Hannover
Eintritt: 10 € / erm. 5 €  / 3 € mit Hannover Aktivpass

Ensemble Cairn

Ensemble Cairn (© Gaelle Belot)

Ensemble Cairn (© Takako Oishi)

 

Zeitlupe | Bent Sørensen

Zeitlupe |  Bent Sørensen

So., 30. September 2018 | 18.30 Uhr
Sprengel Museum Hannover

Bent Sørensen Disappearances (2018)  DEA
Luciano Berio Sequenza XIII (1996)
J.S. Bach aus den Goldberg Variationen (1741)

Moderation:  Trine Boje Mortensen, Edition Wilhelm Hansen (Kopenhagen)
Andreas Borregaard, Akkordeon (Kopenhagen) 

Zeitlupe-Flyer (PDF)


Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Eintritt: 10 € / erm. 5 €  / 3 € mit Hannover Aktivpass

Bent Sørensen (©Lars Skaaning)

Andreas Borregaard (© Caroline Bittencourt)



TRAIECT II – Iran

TRAIECT II – Iran
Traditionelle Asiatische Instrumente
und Elektronik

“TRAIECT” steht für “Traditionelle Asiatische Instrumente und Elektronik”. In dieser Veranstaltungsreihe, die die HGNM zusammen mit FMSBW, dem elektronischen Studio im Institut für neue Musik der HMTM Hannover betreibt, werden neue Stücke für traditionelle asiatische Instrumente und Elektronik komponiert. Nach koreanischem Schlagzeug 2017 steht nun der Iran mit zwei Zupfinstrumenten, Oud und Tanbur, für 2018 im Mittelpunkt.
Migration ist in der Geschichte der Instrumente eine selbstverständliche Tatsache. Ein fremdes Instrument hören, es kennen und spielen lernen, es in einer eigenen Weise formen — das geschah unzählige Male in der Musikgeschichte, überall auf der Welt. Ein Instrument gehört nicht einer Nation oder einer sich abgrenzenden Kultur, sondern ein Instrument gehört allen, die Musik dafür entstehen lassen. So sind auch die beiden Instrumente Tanbur und Oud mindestens ebenso kurdisch und arabisch wie iranisch. Und neben iranischen Komponistinnen und Komponisten schreiben in diesem Jahr zwei Deutsche, ein Isländer und ein Chinese für diese ungewöhnliche Besetzung.
TRAIECT II wird ermöglicht durch die Stiftung Niedersachsen, die Niedersächsische Sparkassenstiftung, die Sparkasse Hannover und das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover. Es findet in enger Kooperation mit dem Sprengel Museum Hannover statt.


Sonntag, 18. November 2018   |  14.00 Uhr
Film und Diskussion

Heimat in sechs Richtungen
Film und Diskussion über kulturelle Identitäten mit

Tobias Klich (Komponist und Filmemacher, Bremen)
Maher Farkoukh (Welcome Board des Musikland Niedersachsen, Hannover)
Sara Abazari (Komponistin und Musikwissenschaftlerin, Universität Teheran)

Sprengel Museum Hannover (Auditorium)
Eintritt frei


Montag, 19. November 2018  |  18.15 Uhr
Gespräch

Gespräch mit Mehdi Jalali und Yasamin Shahhosseini zu TRAIECT II

HMTM Hannover, Emmichplatz 1, Raum E40
Eintritt frei


Montag, 19. November 2018  |  20:00 Uhr
SessiOnBoard

mit Hesam Asadi, Mehdi Jalali, Youssef Nasif und Yasamin Shahhosseini
(in Zusammenarbeit mit dem Global Board des Musikland Niedersachsen)

HMTM Hannover, Emmichplatz 1, Raum E40
Eintritt frei


Dienstag, 20. November 2018  |  18.15 Uhr
Gespräch

Gespräch mit Sara Abazari, Arsalan Abedian, Fatemeh Alipour und Tobias Klich zu ihren Kompositionen für Tanbur/Oud und Elektronik

HMTM Hannover, Emmichplatz 1, Raum E15
Eintritt frei


Mittwoch, 21. November 2018  |  18.15 Uhr
Gespräch

Gespräch mit Shadi Kassaee, Dilxat Dawut, Ali Radman und Örnólfur Eldon zu ihren Kompositionen für Tanbur/Oud und Elektronik

HMTM Hannover, Emmichplatz 1, Raum 315
Eintritt frei


Donnerstag, 22. November 2018  |  19.00 Uhr
Konzert

Konzert mit Uraufführungen für Tanbur / Oud und Elektronik von Sara Abazari, Arsalan Abedian, Fatemeh Alipour, Dilxat Dawut, Shadi Kassaee, Tobias Klich, Afshin Motlaghfard, Ali Radman, Örnólfur Eldon

Sprengel Museum Hannover (Calder Saal)
Eintritt 10 / 5 / 3 €


Freitag, 23. November 2018  |  14.00 Uhr
Einführendes Gespräch

Freitag, 23. November 2018  |  15.00 Uhr
Konzert

Elektronisches Konzert mit den ausgewählten Stücken des Reza Korourian Wettbewerbs für Elektronische Komposition 2017

Sprengel Museum Hannover (Calder Saal)
Eintritt frei


Traiect-Blog


Veranstaltungen von Partnern zu ähnlicher Thematik

Donnerstag, 15. November 2018, 19:30 Uhr, Iranische Bibliothek
Vordere Schöneworth 17 a, 30167 Hannover-Nordstadt
Moderne persische Lyrik und Musik auf traditionellen Instrumenten
Eintritt frei, Spende erbeten
Freitag, 16. November 2018, 15:00 – 20:00 Uhr, Center for World Music, Uni Hildesheim
Yasamin Shahhosseini und Mehdi Jalali zu Gast im Weiterbildungsstudiengang
Sonntag, 25. November 2018, 20:00Uhr, Tonhalle Hannover
Shahhosseini / Mainz / Flaig und die Plattform für transkulturelle Musik
https://www.matthiasmainz.com/upcoming/concerts2018


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TRAIECT II – Iran

TRAIECT II – Iran
Traditionelle Asiatische Instrumente und Elektronik

Yasamin Shahhosseini – Oud
Mehdi Jalali – Tanbur
Für TRAIECT II komponieren Komponistinnen und Komponisten aus verschiedenen Ländern neue Musik für Oud oder Tanbur und Elektronik.
Als erste Phase werden die beiden Instrumente in einem Workshop in der HMTM Hannover für die beteiligten Komponist_innen vorgestellt. Als Abschluss dieses Workshops findet ein öffentliches Konzert statt:

Dienstag, 17. April 2018  |  21:00 Uhr
Studiokonzert

Yasamin Shahhosseini und Medhi Jalali spielen traditionelle und neue Musik für Oud und Tanbur.
Hochschule für Musik Theater und Medien Hannover
Emmichplatz, Raum E15
Eintritt frei
 
TRAIECT ist eine Veranstaltungsreihe der HGNM in Zusammenarbeit mit FMSBW, dem elektronischen Studio der HMTM Hannover.
TRAIECT II – Iran wird ermöglicht durch die Stiftung Niedersachsen sowie die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Sparkasse Hannover.


 
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Klangbrücken | CHANSON

Konzert im Rahmen der Klangbrücken | 19. – 23. April 2018 | Hannover

Do., 19. April 2018 | 20.30 Uhr
Sprengel Museum Hannover (Calder-Saal)

CHANSON
Luciano Berio: Chants parallèles (1975), Naturale (1985) und Werke von Louis Andriessen, Bruno Maderna, Gordon Williamson (UA) und Jörg Birkenkötter (UA)
Ensemble Etendis
Margit Kern, Akkordeon
Olaf Tzschoppe, Perkussion
Bodo Friedrich, Viola
Veranstaltung der Hannoverschen Gesellschaft für Neue Musik e.V.


Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Eintritt: 15 € / erm. 8 €


Ensemble Etendis (Foto: Ghazale Ghazanfari)

 
 
 
 
 
 
 
 
 


 
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