Autor: admin

Zeitlupe | Oliver Schneller

Zeitlupe | Oliver Schneller

So., 2. Juni 2019 | 18.30 Uhr
Sprengel Museum Hannover

Aka Tribe Women Women 
gathering Mushrooms (1995)
Oliver Schneller
 Soleil (2000)
, Australian Magpie (2018), 
Common Potoo (2018)
, Tui (2018)
Tristan Murail 
Le fou à pattes bleues (1990)
Iannis Xenakis
 Orient-Occident

Interpretiert von Daniel Agi (Flöte) und Claudia Chan (Klavier)

Klangregie Oliver Schneller

Im Gespräch mit Oliver Schneller: Gordon Williamson
Ermöglicht wird diese Zeitlupe durch die großzügige Förderung von
Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
NDR Musikförderung
Musikfonds
HannoverStiftung
Kulturbüro Hannover
Zeitlupe-Flyer (PDF)


Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Eintritt: 10 € / erm. 5 €  / 3 € mit Hannover Aktivpass

Oliver Schneller (© Manu Theobald, Ernst von Siemens Musikstiftung 2010)

 

Nachruf | Prof. Peter Becker

Nachruf |  Prof. Peter Becker

HGNM Nachruf, Mitgliederversammlung am 23.9.2018

Prof. Peter Becker
geb. 15.Mai 1934 in Glatz/Schlesien – gest. 5. Juni 2018 in Hannover
Annäherung, Metamorphose, Verhältnisbestimmung, Vergleich als Methode, Vermittlung – das Interesse am Denken, am Entwickeln und Verstehen von Zusammenhängen prägte Peter Beckers Leben und Arbeiten. Dabei ging es nicht um die schnelle Lösungs- oder Begriffsfindung, die oft schon bald ihr Verfallsdatum offenbart, sondern um das gedankliche Einkreisen, die Annäherung, wie es die essayistische Schreibweise verkörpert, die ihm so eigen war, die es aber auch anderen nicht gerade leicht machte, die Essenz der Gedankenführung sofort zu entdecken. Das ergab sich erst in der Nachwirkung, weil seine Gedankenkette beim Hörer oder Leser ein Nach-Denken zurücklie., in dem der Sinn in einer Mischung aus Erfühlen, Empfinden und Verbinden plötzlich als Verstehen aufleuchtete.
Musik, künstlerisch und theoretisch, Germanistik, Philosophie und Pädagogik waren die Bezugsfelder seines weit aus- und aufgreifenden Denkens, das ihn charakterisierte. „Wir müssen in der Musikpädagogik alles mehr im Zusammenhang sehen und zusammendenken, das ist unserer Aufgabe!“ sagte er mal auf einem Spaziergang in der Eilenriede. Die Sensibilität der Suche ist der erste Schritt zur Lösung – und Peter Becker war ein Suchender, der unter den zeitgenössischen Komponisten Gleichgesinnte fand. Ihnen, dem Ausdruck und der Botschaft ihrer Werke, fühlte er sich eng verbunden, ihnen galt seine geisteswissenschaftliche Zuneigung und ihnen widmete er wie kaum ein anderer Musikpädagoge seiner Zeit als Autor und Hochschullehrer einen großen Teil seiner Arbeitskraft.
Peter Becker hatte die Kriegswirren, die Nöte der Vertreibung und dann die geistige Sinnsuche und die materiellen Überlebenskämpfe der Nachkriegszeit hautnah miterlebt. Aus diesen Erfahrungen, verbunden mit einer angeborenen künstlerisch-ästhetischen Sensibilität, entstanden in ihm schon früh Vision, Hoffnung und Glaube an die Aufgabe der Musik als Kunst, die Zeitläufe widerzuspiegeln, Sein und Sinn des Menschen in der Welt zu reflektieren und Anwalt und Ausdruck des Leidens des Individuums zu sein im Systemzwang verschiedener Gesellschaftsformen.
Seine beeindruckend umfangreiche Bibliothek, seine vielen Publikationen, Rundfunkbeiträge und Werkeinführungen in Programmheften spiegelten diese Suche wider, und auch die Themen seiner Lehrveranstaltungen kündeten von dieser selbst gesetzten Aufgabe und Mission: Vielen Studierenden wurde erst in seinen Seminaren bewusst, dass es  nicht nur an ihrer zukünftigen Lehrertätigkeit liegt, dass Schülerinnen und Schüler ein Kulturverständnis entwickeln, sondern dass sie selbst als Lehrerinnen und Lehrer für unsere Gesellschaft nur wirken bzw. wirksam sein können, wenn sie selbst in sich diesen künstlerisch-ästhetischen Reflexions- und Reifungsprozess ausgetragen haben.
1954-1960 studierte Peter Becker in Köln an der Musikhochschule und an der Universität die Fächer Schulmusik, Germanistik, Philosophie und Pädagogik – vielleicht prägte diese rheinische Großstadt auch seinen Witz und Humor, der sich nicht nur in seinen geistreichen Reden und seiner entspannten Lebenshaltung niederschlug („Es hätte schlimmer kommen können!“), sondern auch in seinen frühen Chorkompositionen. Der Komponist Hermann Schroeder (1904-1984) war einer seiner Lehrer, offenbar wohl der prägendste; die Querflöte war Peter Beckers Instrument.
Eine umfangreiche künstlerischen Tätigkeit schloss sich nach dem Studium an: Komponist von Chormusik, Cembalo- und Klavierpartner des Cellisten Othello Liesmann, Organist an der Schlosskirche Bad Iburg und Chorleiter des Männergesangvereins Bad Iburg, Wiederentdeckung und Aufführung des Oratoriums „Der Tod Jesu“ von Johann Friedrich Christoph Bach 1964 in Bückeburg – und ganz nebenbei, über Jahrzehnte, spielte er die Orgel sonntags in der St. Elisabeth-Kirche in Hannover, wo sich am 16. Juni 2018 eine so große Gemeinde aus Angehörigen, Freunden, ehemaligen Studierenden, Mitgliedern der Musikhochschule und Persönlichkeiten des Musiklebens in Deutschland zum Abschied an seinem Sarg einfand, dass das Fassungsvermögen der St. Elisabeth-Kirche nicht ausreichte.
Nach der Referendarzeit in Göttingen folgte 1962-1970 seine Tätigkeit als Musik- und Deutschlehrer an der Niedersächsischen Heimschule in Bad Iburg a. T.W, deren Schülerschaft aus vielen Flüchtlingskindern bestand. 1970 holte ihn die Hochschule für Musik und Theater als Oberstudienrat in den Hochschuldienst für den Studiengang Lehramt an Gymnasien und ernannte ihn 1975 zum o. Professor für Musikpädagogik und Leiter des Studiengangs (bis 1993). Als Vizepräsident 1990 und Präsident 1993-1997 lag ihm viel daran, der Neuen Musik einen größeren Stellenwert im Hochschulleben einzuräumen, denn – so seine Auffassung – eine Musikhochschule habe der Ort für das freie Experimentierfeld junger Komponistinnen und Komponisten zu sein und habe die Aufgabe, das Verständnis Neuer Musik über die Hochschule hinaus zu vermitteln; sie stehe auch in der Pflicht, Anlässe zur dialogischen Begegnung zwischen Publikum und Kompositionen Neuer Musik zu schaffen – die Hannoversche Gesellschaft für Neue Musik war dabei eingebunden.
Die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) wählte am 7. Juni 2018 im Kulturteil für ihren Nachruf auf Peter Becker die Überschrift „Der Impulsgeber“. Neben einem Staunen erregenden Werk an Schriften zur Ästhetik der Neuen Musik, zur Musikvermittlung, zur Musikdidaktik und Musikpädagogik, das noch weiterer Dokumentation und wissenschaftlicher Aufarbeitung bedarf, steht heute fast unbeachtet eben diese von der HAZ genannte „Impulsgeber“-Funktion. Dazu gehören neben seiner Tätigkeit an der Musikhochschule prägende Impulse seit 1980 zur Musiklehrerausbildung („Hannoversches Modell“), der Vorsitz der AG der Leiter der Schulmusikabteilungen 1990-1993, zahlreiche Vorträge auf musikpädagogischen Kongressen und Lehrerfortbildungen und seine Stimme mit Wort und Schrift im polnisch-deutschen Kulturdialog, um auch hier wieder – nach den leidvollen Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg – dem Wiederaufleben der Humanität zwischen Nachbarn Ausdruck zu verleihen. Und Nachdenklichkeit sollte herausgehoben werden: Das ist auch der Sinn des von ihm und seiner Familie gestiftete Wissenschaftspreises, der herausragendes Masterarbeiten wissenschaftlich engagierter Studierender nicht nur auszeichnet, sondern auch ein feiner Fingerzeig ist, dass Musik als Kunst und Musikwissenschaften aufeinander bezogen sind – ein Profil, das die HMTMH ab 1970 als erste in der Musikhochschullandschaft entwickelte und damit für andere zum Vorbild wurde.
Im Heft zum Requiem für Peter Becker standen die Worte „Finis. Non Finis …“. „Ein Ende. Kein Ende!“ Die Bedeutung erschließt sich uns, wenn wir das Wirken Peter Beckers sehen, das in seinem großen Schülerkreis weiterlebt – ästhetisch, musikpädagogisch, kompositorisch, dramaturgisch – im Klassenzimmer, auf und hinter der Bühne, auf dem Podium und in den vielen Schriften. Ich hatte das Glück, ihn seit 1979 in seiner Arbeit begleiten und von ihm lernen zu dürfen.
Karl-Jürgen Kemmelmeyer

Zeitlupe | Snezana Nesic

Zeitlupe | Snezana Nesic

So., 16. Dezember 2018 | 18.30 Uhr
Sprengel Museum Hannover

Snezana Nesic Meltdown* für Flöte, Cello, Schlagzeug und Countertenor
Helmut Lachenmann TemA (1968)
Jessie Marino Endless Shrimp

Moderation:  Klaus Angermann, Dramaturg (Staatoper Hannover)
hand werk (Köln) und Daniel Gloger (Köln)

* Snezana Nesics Stück ist ein Kompositionsauftrag der HGNM, finanziert von der Ernst von Siemens Musikstiftung


Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Eintritt: 10 € / erm. 5 €  / 3 € mit Hannover Aktivpass

hand werk 

Zeitlupe | Jérôme Combier

Zeitlupe |  Jérôme Combier

So., 28. Oktober 2018 | 18.30 Uhr
Kunstverein Hannover

Jérôme Comber Hoshizora* für Sopran, Klarinette, Sho und mikrotonales Akkordeon
Igor Stravinsky Trois poésies de la lyrique japonaise Fassung für Stimme, Klarinette, Sho und Akkordion (1913)
Pascal Dusapin To god für Stimme und Klarinette (1985)
Toshio Hosokawa Cloudscapes Moonlight für Sho und Akkordion (1998)

Moderation: Björn Gottstein, SWR Donaueschinger Musiktage (Stuttgart)
Ensemble Cairn (Paris)

 * Jérôme Combiers Stück ist ein Kompositionsauftrag der HGNM, finanziert von der Ernst von Siemens Musikstiftung

Zeitlupe-Flyer (PDF) 


Kunstverein Hannover
Sophienstraße 2
30159 Hannover
Eintritt: 10 € / erm. 5 €  / 3 € mit Hannover Aktivpass

Ensemble Cairn

Ensemble Cairn (© Gaelle Belot)

Ensemble Cairn (© Takako Oishi)

 

Zeitlupe | Bent Sørensen

Zeitlupe |  Bent Sørensen

So., 30. September 2018 | 18.30 Uhr
Sprengel Museum Hannover

Bent Sørensen Disappearances (2018)  DEA
Luciano Berio Sequenza XIII (1996)
J.S. Bach aus den Goldberg Variationen (1741)

Moderation:  Trine Boje Mortensen, Edition Wilhelm Hansen (Kopenhagen)
Andreas Borregaard, Akkordeon (Kopenhagen) 

Zeitlupe-Flyer (PDF)


Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Eintritt: 10 € / erm. 5 €  / 3 € mit Hannover Aktivpass

Bent Sørensen (©Lars Skaaning)

Andreas Borregaard (© Caroline Bittencourt)



TRAIECT II – Iran

TRAIECT II – Iran

 TRAIECT II – Iran Traditionelle Asiatische Instrumente und Elektronik “TRAIECT” steht für “Traditionelle Asiatische Instrumente und Elektronik”. In dieser Veranstaltungsreihe, die die HGNM zusammen mit FMSBW, dem elektronischen Studio im Institut für neue Musik der HMTM Hannover betreibt, werden neue Stücke für traditionelle asiatische Instrumente und Elektronik komponiert. Nach koreanischem Schlagzeug 2017 steht nun der […]

Klangbrücken | CHANSON

Konzert im Rahmen der Klangbrücken | 19. – 23. April 2018 | Hannover

Do., 19. April 2018 | 20.30 Uhr
Sprengel Museum Hannover (Calder-Saal)

CHANSON
Luciano Berio: Chants parallèles (1975), Naturale (1985) und Werke von Louis Andriessen, Bruno Maderna, Gordon Williamson (UA) und Jörg Birkenkötter (UA)
Ensemble Etendis
Margit Kern, Akkordeon
Olaf Tzschoppe, Perkussion
Bodo Friedrich, Viola
Veranstaltung der Hannoverschen Gesellschaft für Neue Musik e.V.


Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Eintritt: 15 € / erm. 8 €


Ensemble Etendis (Foto: Ghazale Ghazanfari)

 
 
 
 
 
 
 
 
 


 
hgnm                                 

TRAIECT I – Korea

TRAIECT I – Korea

TRAIECT I – Korea Traditionelle Asiatische Instrumente und Elektronik Sori Choi – traditionelle koreanische Schlaginstrumente mit neuen Kompositionen für Schlagzeug und Elektronik von Hyo-jee Kang, Jung-eun Park, Hye-yeon Choi, Danbi Jeung, Jieun Noh Für TRAIECT I komponieren Komponistinnen, die am Institut für neue Musik „Incontri“ der Hochschule für Musik Theater und Medien Hannover studiert haben, neue […]

DASTGAH-Festival

grafik

Kunst kennt keine Grenzen und erst recht keine Territorien. Kunst ist neugierig, Kunst verbindet sich ständig und lustvoll mit dem, was sie noch nicht kennt. Kunst will den Austausch, und sie will als das gesehen und gehört werden, was sie ist. Eine Musik, ein Bild, ein Text, ein Film ist, was es ist, ist dieser künstlerische Ausdruck, und nicht eine Repräsentation einer Nation oder gar Religion.
Wenn dieses Festival also im Untertitel iranisch heißt, ist damit keine Festlegung auf eine Nationalität gemeint. Es geht gerade um die Weite und Verschiedenartigkeit von Musik, Literatur, Kunst und Filmkunst, die Menschen mit iranischen Wurzeln hervorbringen – ob sie nun derzeit im Iran leben oder nicht. Viele von ihnen haben das Land verlassen, viele sind dort geblieben oder sind dorthin zurückgekehrt, viele pendeln zwischen dem Iran und Europa hin und her.
Die im Iran schaffenden Komponist/innen, Künstler/innen, Schriftsteller/innen und Filmemacher/innen sind mit schwierigen Bedingungen konfrontiert. Das betrifft ebenso politische Zensur wie ökonomische Probleme, aber unter diesen schwierigen Bedingungen wird viel und Bemerkenswertes hervorgebracht. Das zu zeigen, ist ebenso Anliegen dieses Festivals, wie die Situation zeitgenössischer Musik und Kunst im Iran kennenzulernen und über sie zu sprechen. Neben Konzerten, Lesungen, Ausstellungen und Filmvorführungen sind deshalb Diskussionen und Gespräche ein wichtiger Teil des Programms.
DASTGAH bezeichnet in der iranischen Musik eine Position der Hand auf einem Instrument, wodurch ein bestimmter Modus, eine Art und Weise des Zusammenklingens der Töne, entsteht. Vielleicht kann dieses Festival einen solchen Klang, mit vielen Facetten, Eigenheiten und Abweichungen ergeben, und dabei gleichzeitig die vielfältigen Verbindungen der Kultur über die Grenzen von Nationalstaaten und Regionen hinweg erfahrbar machen.

Information in English (PDF): DASTGAH – a festival for contemporary Iranian music, literature, fine arts and cinema
Information in Persian (PDF): DASTGAH

›  DASTGAH Veranstaltungen

›  Tickets und Veranstaltungsorte


Fotogalerie


Eine Initiative der HGNM in Zusammenarbeit mit folgenden Institutionen:

  • Center for World Music, Stiftung Universität Hildesheim
  • Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover
  • Hochschule für Musik Theater und Medien Hannover
  • Kino im Künstlerhaus Hannover
  • Literarischer Salon Hannover
  • Literaturhaus Hannover
  • Iranische Bibliothek Hannover
  • Kanapee Hannover
  • Kunst und Begegnung Hermannshof
  • Kunstraum Tosterglope
  • Yarava Music Group Teheran
  • Contemporary Music Records Teheran

Förderer:

  • Stiftung Niedersachsen
  • Ernst-von-Siemens Musikstiftung
  • Ministerium für Wissenschaft und Kultur Niedersachen
  • Niedersächsische Sparkassenstiftung
  • Sparkasse Hannover
  • Stiftung Kulturregion Hannover

DASTGAH-Team der HGNM:

  • Joachim Heintz – Idee, Konzeption und Text
  • Christine Kolanus – Öffentlichkeitsarbeit
  • Ralf Rohde – Gestaltung

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