Kategorie: zeitlupen

Zeitlupe | Ming Tsao

Zeitlupe | Ming Tsao

So., 21. Januar 2018 | 18.30 Uhr
Sprengel Museum Hannover

Beethoven  Streichquartett in F Dur, op. 135 (1826)
Ming Tsao  The Pathology of Syntax (2007/08)
Moderation:  Oliver Wille, 2. Geiger des Kuss Quartetts (Hannover)
Sonar Quartett (Berlin)
Ming Tsao ist Gastprofessor für Komposition an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Er erwarb ein PhD in Komposition von der University of California, San Diego und einen MA in Mathematik von der San Francisco State University sowie einen MA in Musikethnologie der Columbia University. In weiteren Studien beschäftigte er sich mitPhilosophie und Logik an der University of California, Berkeley.
Er hatte Aufführungen bei Festivals wie Donaueschinger Musiktage, Wittener Tage für Neue Kammermusik, Maerz Musik Festival und Wien Modern. Einspielungen liegen bei Kairos und Mode Records vor. Unter seinen schriftlichen Veröffentlichungen ist besonders Abstract Musical Intervals: Group Theory for Composition and Analysis hervor zu heben. Seine Werke werden bei Edition Peters veröffentlicht.
Oliver Wille ist 2. Geiger Kuss Quartett, Professor für Streichkammermusik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Intendant der Sommerliche Musiktage Hitzacker.
Das Sonar Quartett wurde im Jahr 2006 gegründet. Von der engen Vernetzung mit zeitgenössischen Komponisten künden die zahlreichen Uraufführungen in den letzten Jahren, darunter viele für das Sonar Quartett geschriebene Werke. Das Sonar Quartett hat verschiedene Konzertreihen ins Leben gerufen: Seit 2007 gibt es das Format „Berlin im Quadrat“, das durch die Initiative Neue Musik Berlin und den Deutschen Musikrat unterstützt wird und sich zum Ziel gesetzt hat, vor allem die junge Berliner Kompositionsszene vorzustellen.

Zeitlupe-Flyer (PDF)


Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Eintritt: 10 € / erm. 5 €  / 3 € mit Hannover Aktivpass


Ming Tsao

Zeitlupe | Dániel Péter Biró

Zeitlupe | Dániel Péter Biró

So., 19. November 2017 | 18.30 Uhr
Sprengel Museum Hannover

Dániel Péter Biró  Neues Werk (2017)  UA, Kompositionsauftrag der HGNM, finanziert von der Canada Council for the Arts
Weitere Renaissance Werke
Moderation:  Dr. Thorsten Preuß, Bayerischer Rundfunk, Studio Franken
Mixtura und Kai Wessel (Hannover und Köln)
Dániel Péter Biró  ist Associate Professor of Composition and Music Theory at the University of Victoria in Victoria, BC, Canada. Er erwarb sein PhD 2004 bei Princeton University. Seine Dissertation untersucht untersucht die geschichtlichen Beziehungen zwischen mündlicher Tradition, Gedächtnis und Entwicklung von Notation in ungarischen Klageliedern, jüdischer Thorarezitation und frühchristlichem Gesang. Er erhielt Aufträge von so bedeutenden Festivals wie Eclat Festival, Darmstädter Internationale Ferienkurse, Toronto New Music Conserts und anderen. Seine Musik wurde bereits von Frankfurt Radio Sinfonieorchester, ensemble recherché, Neue Vocalsolisten Stuttgart, Talea Ensemble, Surplus nsemble und vielen anderen aufgeführt. Für sein Werk wurde er international ausgezeichnet mit dem Kodály Preis und dem Gigahertz Produktionspreis. Seine Kompositionen sind bei Edition Gravis veröffentlicht. 2014-2015 war er Fellow des Radcliffe Institute for Advanced Study, Harvard University.
In mixtura realisieren Katharina Bäuml und Margit Kern seit 2010 gemeinsam Projekte, in denen sich Komponisten und Sprachen weit auseinander liegender Zeiten begegnen. Die Schalmei, ein Rohrblattinstrument des 14. Jahrhunderts, steht dabei für Geist, Klang und Spielpraxis der Renaissance, das Akkordeon für die Erfahrung und Klangwelt der Neuen Musik. Sie inspirieren Komponisten, sich mit dieser neuen Konstellation von Klang auseinander  zu setzen und so entstanden bereits eine Reihe von Werken für diese bislang einmalige Besetzung. 2011 erschien in Koproduktion mit dem Deutschlandfunk die erste CD „Miniatures“ mit eigens für mixtura neu geschriebenen Stücken. „Archipel Machaut“, eine Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk, erschienen 2013,  kontrastierte drei sehr unterschiedliche, exklusiv komponierte neue Arbeiten mit mittelalterlicher Musik von Guillaume de Machaut. Mit der neuesten CD „Sibylla“, die in Kooperation mit dem Deutschlandfunk entstand, geht mixtura mit der klanglichen Erweiterung durch Gesang einen weiteren Schritt in eine neue Welt.
Kai Wessel,  geboren  in  Hamburg,  studierte  Musiktheorie, Komposition und Gesang in Lübeck und barocke Aufführungspraxis in Basel und Hilversum. Operngastspiele führten ihn unter   anderem nach Barcelona, Madrid, Hannover, Amsterdam und Basel. Neben Partien des barocken Repertoires wie der Titelpartie in Händels Giulio Cesare,   Bertarido in Rodelinda und Orfeo in Glucks Orfeo ed Euridice sang er in Opernuraufführungen von Klaus Huber, Isabel Mundry, Salvatore Sciarrino, Georg Friedrich Haas, Jörg Widmen u.a. unter der Leitung von G. Leonhard, J. Savall,  T.   Koopman, R. Goebel, H. Max, M. Haselböck, S.Cambreling, Kent Nagano und vielen anderen. Zahlreiche Einspielungen dokumentieren seine vielfältige künstlerische Arbeit. Kai Wessel ist Professor für Gesang und Historische Aufführungspraxis in Köln und Professor für Gesang mit Schwerpunkt zeitgenössische Vokalliteratur in Bern.

Zeitlupe-Flyer (PDF)


Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Eintritt: 10 € / erm. 5 €  / 3 € mit Hannover Aktivpass


Zeitlupe | Noriko Kawakami – Sieben Steine (UA)

Noriko Kawakami – Sieben Steine (UA)

So., 1. Oktober 2017 | 18.30 Uhr
Sprengel Museum Hannover

Zeitlupen-Konzert mit Werken von Noriko Kawakami, Nicolaus Anton Huber und Jo Kondo.
Interpretiert von Duo Vertige, Köln
Im Gespräch mit Noriko Kawakami: Egbert Hiller, Musikjournalist, Köln
Die Zeitlupe – Konzert und Begegnung mit Komponisten Neuer Musik – ist im Oktober der Komponistin  Noriko Kawakami gewidmet. Die Hannoversche Gesellschaft für Neue Musik hat bei ihr eine Komposition für das Duo Vertige in der Besetzung Harfe und Schlagzeug in Auftrag gegeben, die im Konzert uraufgeführt und näher erläutert wird.
Noriko Kawakami wurde 1955 in Ehime, Japan geboren. Sie studierte Komposition bei Ryohei Hirse in Tokyo und Klaus Huber in Freiburg sowie bei Nicolaus A. Huber in Essen. Weitere Meisterkurse hat sie bei u.a. James Dillon und Ole Lützow Holm in Göteborg besucht. Kawakami interessiert sich besonders für das Innenleben von Klang und dessen Bearbeitung mit modernen Sound-Techniken. In jüngster Zeit versucht sie aus der Idee der Synästhesie neue Möglichkeiten der Formgestaltung von Musik zu gewinnen. Seit 2002 lebt Noriko Kawakami in Köln.
In vielen Orchester- und Kammermusikwerken der Neuen Musik werden Harfe und Schlagwerk zu einer Gruppe verbunden. Um diese Klangkombinationen auch in der reinen Duo-Form zum Klingen zu bringen, haben die Musikerinnen Rie Watanabe, internationale Solistin, Preisträgerin des Saji-Keizo-Preises sowie Stipendien-Preisträgerin der Darmstädter Ferienkurse, und Mirjam Schröder, Preisträgerin des ARDWettbewerbs und Professorin für Harfe an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, das Duo Vertige gegründet.
Neben der Uraufführung von Noriko Kawakami wird das Duo Vertige „Himeros“ (2011) von Kawakamis Lehrer Nicolaus A. Huber und „Orient Orientation“ (1973) von Jo Kondo spielen.
Der Musikjournalist Egbert Hiller spricht mit Noriko Kawakami über ihr Werk.
Seit 1996 arbeitet Hiller als freier Autor für Rundfunkanstalten, Konzerthäuser und Festivals mit den Schwerpunkten „Romantik“, frühe „Moderne“, zeitgenössische Musik und Musiktheater.
Ermöglicht wird diese Zeitlupe durch die großzügige Förderung durch:
Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Niedersächsische Sparkassenstiftung
Sparkasse Hannover
NDR Musikförderung
NORD/LB Kulturstiftung
HannoverStiftung


Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Eintritt: 10 € / erm. 5 €  / 3 € mit Hannover Aktivpass


Noriko Kawakami

Duo Vertige

Zeitlupe | Clara Iannotta – smudged – a carbon copy (ii)

Clara Iannotta – smudged – a carbon copy (ii)

So., 21. Mai 2017 | 15 Uhr
Sprengel Museum Hannover

Zeitlupen-Konzert mit Werken von Clara Iannotta, Ulrich Kreppein und Rolf Riehm
Interpretiert von DUO2KW, München
Im Gespräch mit Clara Iannotta: Lydia Rilling, Musikwissenschaftlerin, Luxemburg
Die Zeitlupe im Mai ist der jungen Komponistin Clara Iannotta gewidmet. Die Italienerin gilt als aufgehender Stern der Neuen Musik; nach einer Teilnahme am Berliner Künstlerprogramm des DAAD ist sie die künstlerische Leiterin der Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik, außerdem beschäftigt sie sich aktuell mit einem PhD an der Harvard University, USA.
Sie sagt über ihre Arbeit: „Mich interessiert vor allem Musik als existentielle, körperliche Erfahrung – Musik sollte genauso sichtbar wie hörbar sein. Das ist ein Grund dafür, warum ich manchmal lieber über Choreographie des Klanges spreche als über Orchestrierung.“
Iannottas neues Werk „smudged – a carbon copy (ii)“ wird durch die Ernst von Siemens Musikstiftung gefördert und in Hannover uraufgeführt. Es verwendet Akkordeon und Viola als präparierte Instrumente sowie Objekte. Das Münchner DUOKW2 arbeitet daran, das Repertoire für die Besetzung Viola (Klaus-Peter Werani) und Akkordeon (Kai Wangler) zu erweitern und zu etablieren.
Neben der Uraufführung von Clara Iannotta wird DUO2KW weitere Repertoirewerke von Ulrich Kreppein und Rolf Riehm spielen.
Die Musikwissenschaftlerin Lydia Rilling führt durch das Programm. Seit 2016 ist sie Chefdramaturgin an der Philharmonie Luxemburg und künstlerische Leiterin des rainy days Festivals.
Ermöglicht wird diese Zeitlupe durch die großzügige Förderung durch:
Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Niedersächsische Sparkassenstiftung
Sparkasse Hannover
NDR Musikförderung
NORD/LB Kulturstiftung
HannoverStiftung
Clara Iannottas Stück ist ein Kompositionsauftrag des DUO2KW, finanziert von der Ernst von Siemens Musikstiftung.


Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Eintritt: 10 € / erm. 5 €  / 3 € mit Hannover Aktivpass


Clara Iannotta, (c) Astrid Ackermann

Zeitlupe | Gérard Pesson – Mes Béatitudes

Gérard Pesson – Mes Béatitudes

So., 2. April 2017 | 16 Uhr
Sprengel Museum Hannover

Werke von Gérard Pesson, Mahler, Schnittke und Chopin
Interpretiert vom Flex Ensemble (Hannover)
Moderation:  Martin Kaltenecker (Musikwissenschaftler, Paris)
Gérard Pesson (geb. 1958) ist einer der wichtigsten französischen Komponisten seiner Generation – es wird höchste Zeit, ihm eine Zeitlupe zu widmen. Besonders, da die Konzertreihe in diesem Jahr unter dem Thema „Musik über Musik“ steht.
Pesson versteht es, sich in seinen Werken auf bekanntes musikalisches Repertoire zu beziehen und Verwandschaften aufzuzeigen, gleichzeitig setzt er die Musik in einen zeitgenössischen Kontext.  Sein Werk „Mes Béatitudes“ für Klavierquartett nimmt Bezug auf die Romantik von Wagner und Bruckner, und die Zeitlupe greift diese Fäden auf.
Interpretiert werden die Kompositionen von Pesson, Mahler, Schnittke und Chopin vom hannoverschen Flex Ensemble. Dieses junge Ensemble besteht aus Absolventen des Instituts für Kammermusik der HMTMH und hat sich zuhause und international bereits einen guten Namen erspielt. Ihrer Vorliebe für zeitgenössische Musik gehen sie in außergewöhnlichen Konzertprogrammen und -formaten nach.
Moderiert wird das Konzert vom Musikwissenschaftler Martin Kaltenecker, einem ausgewiesenen Kenner des Werkes von Gérard Pesson. Im Gespräch mit dem Komponisten wird Kaltenecker das Werk und Denken Pessons reflektieren.

Gérard Pesson © C. Daguet Editions Henry Lemoine

Flex Ensemble

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Eintritt: 10 € / erm. 5 €  / 3 € mit Hannover Aktivpass


 

Zeitlupe | Klaus Huber – Des Dichters Pflug

Klaus Huber – Des Dichters Pflug

So., 11. Dezember 2016 | 16 Uhr
Sprengel Museum Hannover

Mitwirkende:  Mitglieder des Ensemble Musikfabrik (Köln)
Moderation: Margarete Zander (NDR)
Programm:
Anton Webern:  Streichtrio
Georges Aperghis:  Faux Mouvement
Klaus Huber:  Dichters Pflug
Klaus Huber komponierte „Des Dichters Pflug“ bereits im Jahr 1989, es ist sein erstes Streichtrio. Es ist dem Andenken Ossip Mandelstams und seinem zu seiner Zeit unzeitgemäßen humanistischen, europäischen, auf große Zusammenhänge und individuelle Würde gerichteten Denken. Klaus Huber beschäftigte in der Komposition zum einen die Horizontlinie zwischen innen und außen, ein Horizont, der in „Des Dichters Pflug“ zum Hörhorizont wird und die Grenzlinie zwischen Hören und gerade-nicht –mehr-hören aufsucht. Mit Klangfärbung und Intonation, mit dritteltönigen modi erschafft Huber einen perspektivischen Kosmos mit Ferne und Nähe.


Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Eintritt: 10 € / erm. 5 €  / 3 € mit Hannover Aktivpass



© Kai Bienert

Zeitlupe | Harri Suilamo – Ciaccona a Spirale

Harri Suilamo – Ciaccona a Spirale

So, 6. November 2016 | 16 Uhr
Sprengel Museum Hannover

Moderation: Margit Kern
Mitwirkende:  Mikko Luoma, Akkordeon und Petri Kumela, Gitarre
Diese Zeitlupe stellt ein Werk mit einem starken Rückbezug auf die alte Form Chaconne in den Mittelpunkt. Dieser Rückbezug trifft sich mit der Affinität der Musiker zu Alter Musik. „Ciaccona a Spirale ist ausschließlich absolute Musik. Dem Werk liegt keine außermusikalische Idee zugrunde Der Titel des Werkes deutet auf die latente Struktur und das formale Design unter der hörbaren Oberfläche der Musik hin.
Im Fokus von „Ciaccona a Spirale“ befindet sich ein Parameter, der sich von der Instrumentation des Werkes inspirieren lässt. Die äußersten Enden dieser Variablen sind die maximale Differenzierung einerseits und andererseits die totale Verschmelzung der Klangwelten von Gitarre und Akkordeon. „Ciaccona a Spirale“ ist der Versuch, mit beiden Instrumenten eine Art Superinstrument zu schaffen. (Harri Suilamo) 


Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Eintritt: 10 € / erm. 5 €  / 3 € mit Hannover Aktivpass


 

Zeitlupe

Gordon Williamsonpale glimmering trails
So, 8. Mai 2016 | 16 Uhr | Sprengel Museum Hannover

Zeitlupen-Konzert mit Werken von Gordon Williamson, Giancinto Scelsi u.a.

Interpretiert von AsianArt Ensemble (Berlin)

Wortbeitrag: Gordon Williamson und Il-Ryun Cheung (AsianArt Ensemble)

Bei der Zeitlupe am 8. Mai steht die Uraufführung von „pale glimmering trails“ von Gordon Williamson im Zentrum. Williamson komponierte erstmalig für zwei asiatische und zwei westliche Saiteninstrumente. Die Musiker des AsianArt Ensemble sind auf neu komponierte Musik angewiesen, existieren doch kaum Werke, worauf sie zurückgreifen könnten. Neben dieser Komposition spielt das AsianArt Ensemble ein traditionelles ostasiatisches Stück sowie westliche Werke des 20. Jahrhunderts. Die Klangfarben der unterschiedlichen Saiteninstrumente sind so nacheinander erfahrbar.

Im Gespräch mit Il-Ryun Cheung vom AsianArt Ensemble erläutert Gordon Williamson seine Ideen hinter „pale glimmering trails“ und die Herausforderungen, die das Komponieren für nicht-westliche Instrumente mit sich bringt. Das Stück ist ein Auftragswerk des AsianArt Ensembles, das durch die Ernst von Siemens Musikstiftung gefördert und am 29. März im Berliner Konzerthaus uraufgeführt wurde. Es arbeitet mit den zarten (Nach-) Klängen der Saiteninstrumente und spielt mit fragilen Flageolett-Tönen, Pizzicati und den Resonanzkörpern der Instrumente.

Die Besetzung des AsianArt Ensembles mit Instrumenten aus China, Japan, Korea und europäischen Streichern eröffnet neue Wege in der aktuellen Musiklandschaft jenseits der bekannten Strömungen der Neuen Musik oder der sogenannten Weltmusik. Die Konzertprogramme beschreiten neue Klangräume, die weder dem europäischen noch dem asiatischen Kulturkreis direkt zugeordnet werden können.

Programm:

Giancinto Scelsi (1905- 88): Dharana, für Cello und Kontrabass

Yoshizawa Kengyo II: Chidori no Kyoku (Lied vom Regenpfeifer)
für Koto solo (japanische Zither)

Volker Blumenthaler: che sta chosi, für Gayageum solo (koreanische Zither)

Gordon Williamson (*1974): pale glimmering trails für Koto, Gayageum, Cello und Kontrabass

Sprengel Museum Hannover | Kurt-Schwitters-Platz | 30169 Hannover

Eintritt: 10 € / 5 € (ermäßigt) / 3 € (Hannover AktivPass). Kartenreservierung vorab an der Kasse des Sprengel Museums Hannover möglich.

Zeitlupe

José Maria Sachez-Verdù  – KHÔRA

7. Februar 2016 | 16 Uhr | Sprengel Museum Hannover

Werke von José Maria Sanchez-Verdù und Iannis Xenakis

Interpretiert vom SigmaProject Quartett

Moderation: Stefan Weiss, Musikwissenschaftler (HMTM-Hannover)

S.Verdú.GR

Der spanischen Komponist José Maria Sanchez-Verdù war für drei Semester Gastprofessor an der HMTM in Hannover. Das Madrider Saxophonquartett SigmaProject spielt Ausschnitte aus Verdùs noch nicht abgeschlossenen Zyklus KHÔRA. Dieses 2013 begonnene Werk besteht aus verschiedenen Duos, Trios und Quartetten und jedes Stück ist eine konkrete Auseinandersetzung mit dem Raum.

Der Begriff khôra wurde von Platon im Timaios in die philosophische Diskussion eingeführt. Der platonische Begriff entwirft khôra als einen schwer fassbaren, sich zwischen Mythos und Logos befindlichen Ort, als nur ganz vage definierten Träger von Anderem. Ausgehend von diesem Begriff entwirft Verdùs Zyklus eine Welt aus Schriften, Klängen, räumlichen Wahrnehmungen und Raumübergängen.

Die vier spanischen Saxophonsolisten des SigmaProjects spielen seit 2008 zusammen. Sie interpretieren Werke von Gubaidulina, Stockhausen, Leroux und Sanchez-Verdù und haben europaweit Konzerte gespielt.

Sprengelmuseum | Kurt-Schwitters-Platz | 30169 Hannover

Eintritt: 10 € / 5 € (ermäßigt) / 3 € (Hannover AktivPass)

Zeitlupe

Maxime McKinley – Poèmes Schaeffner

13. Dezember 2015 | 16:00 Uhr | Sprengel Museum Hannover
Werke von Maxime McKinley (UA), Vinko Globokar und Thierry de Mey
Mit Pascal Pons (Schlagzeug)
Moderation: Gordon Williamson, Komponist
Zeitlupe ist ein besonderes Konzertformat, das sich die Vermittlung Neuer Musik zum Ziel gesetzt hat. Bei jeder Zeitlupe steht ein Komponist im Mittelpunkt und wird zu dem Werk eines anderen Künstlers in Beziehung gesetzt.
Im Auftrag der HGNM hat der kanadische Komponist Maxime McKinley das Stück Poèmes Schaeffner für den französischen Schlagzeuger Pascal Pons geschrieben, und die Uraufführung von Poèmes Schaeffner steht im Mittelpunkt dieser Ausgabe der Zeitlupe.
Der 1979 geborene McKinley hat bei Michel Gonneville studiert und ist laut Guy Marceau „einer der interessantesten Komponisten seiner Generation“. 2013 wurde sein Werk Dans la Nature vom Orchestre Symphonique de Montréal unter Leitung von Kent Nagano uraufgeführt. Dans la Nature bezieht sich auf einen Text des französischen Dichters Philippe Beck, und das Zusammenwirken mit Beck und seinen Texten wird in Poèmes Schaeffner fortgesetzt: Der zugrunde liegenden Text denkt über Bezüge zwischen Musik und Handwerk nach, die Komposition bringt diese Gedanken mittels selbstgebauter Instrumente zum klingen.
Vinko Globokar ist ein Klassiker der Avantgarde, sein Stück Toucher aus dem Jahr 1973 spielt mit den offenkundigen und verborgenen Verbindungen zwischen sprachlichen und musikalischen Klangfarben.
Der belgische Komponist und Choreograph Thierry de Mey schreibt Musik mit starken visuellen Komponenten. Silence Must Be! ist ein Solo für Dirigent aus dem Jahr 2002.
Der aus Kanada stammende Komponist Gordon Williamson lehrt an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover und moderiert das Gespräch mit Maxime McKinley.

Eintritt

10 € | 5 € erm. | 3 € mit Hannover aktiv Pass

Location

Sprengelmuseum | Kurt-Schwitters-Platz | 30169 Hannover